Rezept von Eva Scialò

Fusilli mit Ricotta (Fusilli con Ricotta)

In Neapel gibt es eine Regel, die jeder befolgt: Von der Fleischsauce, also dem Ragout, wird nichts weggeworfen. Viele der traditionellen neapolitanischen Rezepte, haben als Hauptbestandteil das übrig gebliebene Ragout vom Sonntag. Da gibt es zum Beispiel das berühmte Rezept mit dem Namen „Scarpariello“ (etwa: Schusterschmaus), bei dem Makkaroni mit der Rest-Sauce und reichlich viel geriebenem Käse zubereitet werden. Die Schuster bereiteten sich dieses Essen am Montag (und manchmal sogar an den folgenden Tagen) in ihrer Werkstatt selbst zu. Oder es gibt das „Makkaroni-Omelett“, welches zu allen Jahreszeiten ein beliebtes Gericht ist , quasi das erste Street Food der Geschichte für. Eine der schmackhaftesten Verwendungen für die „Rest-Sauce“ ist sicherlich die als Makkaroni mit Ricotta, einem weichen, milden Quarkkäse, der einen Kontrast zu dem intensiven Geschmack des Ragout schafft und ihm außerdem eine cremige Textur und ein zusätzliches gewisses „Etwas“ verleiht. Die Tradition sieht für dieses Gericht unter den längeren Pasta-Formaten die Mafalde vor, aber wir haben einen innovativeren Touch gewählt und uns für eine kurze Pasta – häufig unter der Gruppe der „Makkaroni“ zusammengefasst – entschieden, die Fusilli, die den durch Ricotta sehr dickflüssig gewordenen Sugo mit ihrer Spiralform hervorragend aufnehmen und so für eine echte Geschmacksexplosion sorgen. Wen ich so darüber nachdenke, glaube ich, dass man das Ragout in Neapel immer absichtlich in so reichlicher Menge zubereitet.

  • 4
  • 4 stunden
  • mittel
  • pasta

Zutaten für vier Personen

 

320 g kurze Fusilli
übriggebliebenes Ragout, Menge nach Geschmack


14o g Ricotta aus Schafs-oder Kuhmilch
geriebener Parmesankäse oder Pecorino Romano n.B

 

Zubereitung

 

Stellen Sie zum Kochen der Nudeln einen Topf mit Wasser auf den Herd. Während Sie darauf warten, bis das Wasser kocht, zerdrücken Sie den Ricotta mit einer Gabel, damit er cremig wird und sich gut verarbeiten lässt.

 

 

Während die Fusilli kochen, erhitzen sie in einem Topf auch das Ragout. Wenn die Fusilli „al dente“, also bissfest sind, nehmen Sie sie aus dem Wasser und geben sie in eine Schüssel.

Während sie noch heiß sind, mit dem Ricotta vermengen.

Das warme Ragout dazugeben, wenn noch irgendwelche Fleischstücke darin zurückgeblieben sind, umso besser.

 

 

Mit etwas Parmesan oder Pecorino Romano bestreuen und bei Bedarf eine Prise schwarzen Pfeffer aus der Mühle hinzugeben und servieren.